{"id":133,"date":"2014-07-16T00:32:35","date_gmt":"2014-07-15T22:32:35","guid":{"rendered":"http:\/\/heartfields-erbe.sommerreich.de\/?page_id=133"},"modified":"2014-07-16T00:46:38","modified_gmt":"2014-07-15T22:46:38","slug":"referenten","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/heartfields-erbe.sommerreich.de\/?page_id=133","title":{"rendered":"Referenten"},"content":{"rendered":"<h2>REFERENTEN<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #99ccff;\">DR. IRIS BERNDT. <\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">studierte Kunstgeschichte und Geschichte an der Humboldt-Universit\u00e4t Berlin und der Freien Universit\u00e4t Berlin. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die deutsche Kunst des 19. Jahrhunderts, ihr Promotionsthema war 2002 popul\u00e4re Druckgraphik. Sie ist seit 15 Jahren f\u00fcr Museen t\u00e4tig, kuratierte Ausstellungen und war 2007-2014 Referentin beim Museumsverband des Landes Brandenburg. Seit Februar 2014 ist sie Direktorin des K\u00e4the-Kollwitz-Museums Berlin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #ffffff;\">VORTRAG<\/span><\/strong><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">K\u00e4the Kollwitz und das politische Plakat in der Weimarer Republik.<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das politische Plakat vor und nach dem Ersten Weltkrieg war ein Schrei in der Not. In einer Zeit ohne Radio und Fernsehen eroberte es den \u00f6ffentlichen Raum und schaffte, dass wirklich jeder unmittelbar von ihm erreicht werden konnte: mehr noch als die Presse, die immer an den Kauf\u00a0 und die Lekt\u00fcre gebunden war. Was wissen wir \u00fcber die Wirkung solcher Plakate? Was macht ihre Qualit\u00e4t aus? Der Kurzvortrag mit Bildern (max. 25 min) betrachtet die Plakatkunst von K\u00e4the Kollwitz als Bildmedium und vergleicht sie mit Vorl\u00e4ufern und Zeitgenossen, mit den modernsten Formen jener Jahre in Werbe- und Propagandaplakat. Nicht die technische Rafinesse, tiefe Gesellschaftsanalys oder eine besonders vielf\u00e4ltige Formensprache, sondern die bildk\u00fcnstlerische Intensit\u00e4t zeichnet ihre Plakate aus. Auch wenn technisch ganz anders, l\u00e4sst sie sich in\u00a0 Beziehung zu John Heartfield setzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #99ccff;\">DIRK POHLMANN.<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">hat Publizistik, Philosophie und Jura an der Johannes Gutenberg Universit\u00e4t Mainz studiert und weitere Ausbildungen als Berufspilot und Projektmanager absolviert. Er ist seit 1986 TV Journalist und arbeitet seit 2003 vorwiegend als investigativer Dokumentarfilmer mit Schwerpunkt Geheimdienstoperationen im Kalten Krieg. Seine Dokumentationen wurden mit guten bis exzellenten Quoten vorwiegend in Arte und ZDF ausgestrahlt, seine Arbeit st\u00f6\u00dft aber zunehmend auf Widerstand.<\/p>\n<p><strong>VORTRAG<\/strong><\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Medienrealit\u00e4t und die Realit\u00e4t des Mediensystems im Spannungsfeld zwischen Verfassung und \u201eDeep State\u201c.<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Verfassung schreibt ein Mediensystem vor, dass sich an Ideen der Aufkl\u00e4rung orientiert.<br \/>\nDas reale Mediensystem ist mit anderen Dingen besch\u00e4ftigt, vor allem einem durch das Internet bewirkten Strukturwandel und der massenhaften Zug\u00e4nglichkeit und Rezeption als \u201eunseri\u00f6s\u201c qualifizierter, abweichender Informationen. Wie weit Medien in der Lage sind, ihren systemischen (d.h in Deutschland Verfassungs-) Auftrag zu erf\u00fcllen, wird seit dem 1. Weltkrieg, vor allem aber seit der wissenschaftlichen Besch\u00e4ftigung mit den Erfolgen von Propaganda diskutiert. Diese Diskussion hat der Sicherheitsstaat (Deep State)\u00a0 vieler L\u00e4ndern, vor allem der USA, operativ beantwortet. Er muss die kritische Funktion der \u201eFreien Presse\u201c nicht mehr f\u00fcrchten, sondern nutzt das zunehmend dysfunktionale internationale Mediensystem als Werkzeug f\u00fcr seine Operationen &#8211; weitgehend ohne Reflektion dieser Entwicklung in den Medien selbst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #99ccff;\">RALF LANKAU.<\/span><\/h3>\n<p>Ralf Lankau ist Grafiker, Philologe und Kunstp\u00e4dagoge. Er unterrichtet seit 1985 Gestaltungstechniken mit analogen und digitalen Techniken, seit 2002 als Professor f\u00fcr Mediengestaltung und Medientheorie an der Hochschule Offenburg. Er leitet die grafik.werkstatt an der Fakult\u00e4t Medien und Informationswesen der Hochschule Offenburg, forscht und und publiziert zu Design, Kommunikationswissenschaft und (Medien-)P\u00e4dagogik.<\/p>\n<p><strong>VORTRAG<\/strong><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">Brave new digital world<\/span><\/h3>\n<h4><span style=\"color: #ff6600;\">Per Mausklick vom Netz-Biotop der Digital Na(t)ives zur digitalen Demokratur &#8211; und wieder zur\u00fcck: Ein Blick auf Netzwerke, Cloud Computing und Apps hinter Display und Touchscreen.<\/span><\/h4>\n<p>\u201eDigital ist besser.\u201c postulierte Tim Renner,\u00a0 Staatssekret\u00e4r f\u00fcr kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin, noch 2011, als w\u00e4ren die Fehlentwicklungen der Monopolisierung und Kontrolle nicht schon zu dem Zeitpunkt erkennbar gewesen. Sascha Lobo war entt\u00e4uscht, dass die Geheimdienste das Netz zum Sammeln personenbezogener Daten missbrauchen. Ach. Auf Euphorie folgt Ern\u00fcchterung, auf jede Hausse die Baisse. Gleiches gilt f\u00fcr die euphorisch begr\u00fc\u00dften und bejubelten Digitaltechniken, die sich als Trojanisches Pferd erweisen.<\/p>\n<p>Technologischen Totalitarismus nennt EU-Pr\u00e4sident Martin Schulz das, was amerikanische Monopole wie Apple, Amazon und Google u.a. nicht nur planen, sondern bereits einsetzen. Shoshanna Zuboff benennt als die drei Ziele der digitalen Entwicklung: \u201eAutomatisierung, Digitalisierung, Kontrolle\u201c.\u00a0 (Zuboff\u2018sche Gesetze) Das ist nicht neu. Der Chef des Bundeskriminalamtes 1980, Horst Herold, formulierte in seinem Aufsatz \u201ePolizeiliche Datenverarbeitung und Menschenrechte\u201c bereits 1980, um was es im Kern geht: \u201eM\u00f6glichkeiten von Angriffen auf die Menschenw\u00fcrde finden sich bereits in den Strukturen der Elektronik angelegt.\u201c<\/p>\n<p>Diese M\u00f6glichkeiten wurden und werden in vollem Umfang genutzt. 2014 ist das Jahr 01 nach den Enth\u00fcllungen von Edward Snowden. M\u00fcssen wir das Netz abschalten, offline gehen, analog arbeiten? Nein. Wir m\u00fcssen allerdings IT und den Umgang mit Netzwerken, Apps und Diensten neu denken und alternative Strukturen aufbauen. Wir m\u00fcssen, nach einer schonungslosen Bestandsaufnahme, auch f\u00fcr das Netz humane und demokratische Parameter festlegen. Nicht das technisch M\u00f6gliche, sondern das demokratisch Gewollte und zu Verantwortende muss Primat der Netzpolitik werden. Niemand behauptet, dass das einfach ist. Allerdings: Es ist zwingend notwendig, denn die \u201eAlternative\u201c ist die Digitale Demokratur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>REFERENTEN &nbsp; DR. IRIS BERNDT. studierte Kunstgeschichte und Geschichte an der Humboldt-Universit\u00e4t Berlin und der Freien Universit\u00e4t Berlin. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die deutsche Kunst des 19. Jahrhunderts, ihr Promotionsthema war 2002 popul\u00e4re Druckgraphik. Sie ist seit 15 Jahren f\u00fcr Museen t\u00e4tig, kuratierte Ausstellungen und war 2007-2014 Referentin beim Museumsverband des Landes Brandenburg. 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